Erklärung "Gemeinsam für starke kommunale Bildungslandschaften"
Anlässlich der Bundeskonferenz Kommunales Bildungsmanagement 2026, die am 16. und 17. Juni unter dem Titel „Gemeinsam für mehr Bildungsgerechtigkeit vor Ort“ in Berlin-Neukölln stattfand, haben das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die Länder und die Kommunalen Spitzenverbände eine gemeinsame Erklärung zur Stärkung kommunaler Bildungslandschaften veröffentlicht. Im Fokus steht die Bedeutung der kommunalen Ebene und ihrer Sozialräume für Teilhabechancen, Bildungsgerechtigkeit und lebensbegleitendes Lernen. Als zentraler Ansatz wird dabei das datenbasierte kommunale Bildungsmanagement benannt: Bildungsmonitoring und Datenbasierung sollen auf allen Ebenen – Bund, Länder und Kommunen – sowie für alle Bildungsbereiche und -programme weiterentwickelt werden.
Datenbasierung wird dabei nicht als Selbstzweck verstanden, sondern als Grundlage für eine zielgerichtete Bedarfs- und Ressourcenplanung in kommunalen Bildungslandschaften. Es gelte, kommunale Bedarfe, etwa im Ganztag oder in der Sprachförderung, zu ermitteln und mit Hilfe von sozialräumlichen Strukturdaten zielgerichtet zu adressieren.
Ein besonderer Schwerpunkt soll dabei auf der Weiterentwicklung und Verzahnung neuer Formate und digitaler Instrumente des Datenmonitorings liegen. Genannt werden unter anderem kommunale Dashboards und die ALSO-App, die kleinräumige Sozial- und Bildungsdaten in einem Analysetool zusammenführt. Zugleich betont die Erklärung die Notwendigkeit, Interoperabilität zu gewährleisten – gegebenenfalls durch die Schaffung notwendiger rechtlicher Voraussetzungen, etwa für eine Bildungsverlaufsstatistik oder um die kommunale Ebene in die Umsetzung von Lernstandserhebungen einzubeziehen.
An solchen innovativen Ansätzen und Formaten, die kommunales Bildungsmonitoring weiterdenken und weiterentwickeln, arbeitet KOSMO bereits intensiv. Gemeinsam mit Kommunen und unseren Partner*innen aus dem Fachnetzwerk kommunales Bildungsmanagement entwickeln und erproben wir Ansätze, die Daten für kommunale Steuerung zugänglicher, flexibler und handlungsrelevanter machen.
In flexiblen Dashboard-Lösungen wie der ALSO-App, die wir gemeinsam mit dem wissenschaftlichen Entwicklungsteam um Dr. Matthias Forell und Jakob Schuchardt (Ruhr-Universität Bochum) in die kommunale Anwendung bringen, sehen wir eine wichtige Zukunftsperspektive für starke kommunale Bildungslandschaften. Auch unsere Formate zum sozialräumlichen Bildungsmonitoring, wie das Dashboard „SGB II-Hilfequoten auf Gemeindeebene“ und unser laufendes Modellvorhaben DASS (datengestützte, sozialräumliche Schulstandortentwicklung) zeigen, wie kleinräumige Daten dazu beitragen können, ungleiche Ausgangslagen sichtbar zu machen und Bildungsgerechtigkeit vor Ort gezielter zu stärken.
Die gemeinsame Erklärung setzt damit ein starkes Signal: Kommunale Bildungslandschaften brauchen verlässliche Daten, digitale Instrumente und Kooperationsstrukturen, die gemeinsames Handeln ermöglichen. KOSMO wird diese Entwicklung weiter aktiv begleiten: als Fachstelle, Transferpartnerin und Impulsgeberin für ein zukunftsfähiges kommunales Bildungsmonitoring.
Standort Potsdam
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Dr. Tobias Danz, Leitung
0651 / 4627 8443
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Dieses Vorhaben wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.