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Erhebungsinstrumente der kulturellen Bildung

Themenseite Politische und kulturelle Bildung

Mit Leitfadeninterviews das Feld der kommunalen kulturellen Bildung erfassen

Wie mit qualitativen Methoden gezielt Informationen über die kommunale kulturelle Bildungslandschaft gewonnen werden können, zeigt das Beispiel der Stadt Cottbus: Hier wurden in den Jahren 2023 und 2024 mit Hilfe von qualitativen Leitfadeninterviews wichtige Daten zu den Akteuren und Angeboten der kulturellen Bildung erhoben und ausgewertet. Auf dieser Seite stellen wir das Praxisbeispiel Cottbus im Detail vor. 

Wie Kommunen das Vorgehen des Cottbuser Bildungsbüros aufgreifen und Instrumente zur Erhebung der kulturellen Bildung ergänzen und weiterentwickeln können, erläutert im Interview Dr. Birte Werner, Leiterin des Zentrums für Kulturelle Teilhabe Baden-Württemberg.  

Zum Interview

Sowohl das Praxisbeispiel Cottbus als auch die Perspektive von Dr. Birte Werner wurden im Rahmen einer KOSMO-Themenwerkstatt zu Erhebungen in der kulturellen Bildung präsentiert. Auf dieser Seite fassen wir die Ergebnisse und Erkenntnisse dieser Impulse zusammen.

Bildung in Cottbus: Über die Herausforderung, Bildungschancen im Strukturwandel zu sichern

Die Stadt Cottbus sieht sich Herausforderungen wie dem Strukturwandel, dem demographischen Wandel, herkunftsbedingter Bildungsbenachteiligung sowie einer stark fragmentierten non-formalen Bildungslandschaft gegenüber. Angesichts dieser Herausforderungen ist der chancengerechte Zugang zu Bildung eines der Hauptziele der Stadt.

“Unsere Ausgangsfrage ist: Wie können wir als Kommune dazu beitragen, dass die Teilhabe an non-formaler Bildung im Strukturwandel für alle gewährleistet wird?”, sagt Elisabeth Brusendorff, Referentin für datenbasiertes kommunales Bildungsmanagement im Cottbuser Bildungsbüro. Daher werden die Themen der kulturellen Bildung und der Fachkräftesicherung in Cottbus in einem engen Zusammenhang gesehen: Der Kulturplan Lausitz – eine länderübergreifende Kulturstrategie der Bundesländer Brandenburg und Sachsen, die im Zuge des Braunkohleausstiegs entwickelt wurde – unterstreicht die Bedeutung der Kunst- und Kulturszene für eine Region im Wandel. Bildungsakteure sollen vernetzt, ihre Angebote sichtbar gemacht und Ressourcen nachhaltig genutzt werden. Unterstützt werden diese Ziele vom Cottbuser Bildungsbüro, das im Fachbereich Bildung und Integration angesiedelt ist und auch vom BMBF-Programm Bildungskommunen gefördert wird.

Stadt Cottbus

Fachbereich 15 - Bildung und Integration
Neumarkt 5
03046 Cottbus

Bildungsbüro

Das Team des Cottbuser Bildungsbüros

Karolina Hettchen
Wissenschaftliche Referentin für „Lebenslanges Lernen“
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Christin Guttke
Wissenschaftliche Referentin für „analog-digital vernetzte Bildungslandschaften“
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Elisabeth Brusendorff
Wissenschaftliche Referentin für „Datenbasiertes kommunales Bildungsmanagement (DKBM)“
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Warum kulturelle Bildung …?

Die Stadt Cottbus vertritt einen weiten Bildungsbegriff, der die Identitätsbildung im lebenslangen Lernen, die Selbstbestimmung des Individuums sowie den Erwerb von Handlungskompetenzen betont. Kulturelle Bildung wiederum bietet vielfältige Zugänge – von klassischen Kunstsparten wie Tanz und Theater bis hin zur Soziokultur mit partizipativen und gemeinwohlorientierten Ansätzen, zum Beispiel in Kulturzentren. Gerade weil kulturelle Bildung auf diese Weise viele Lebensbereiche anspricht, kann sie einen wichtigen Beitrag leisten, um ungleiche Bildungschancen abzubauen. Sie findet als Querschnittsthema in formalen, non-formalen und informellen Bildungssettings statt und ist durch eine vielfältige Trägerstruktur sowie eine ebenso große Vielfalt an Sparten, Formaten und Orten gekennzeichnet.

… und warum eine qualitative Datenerhebung?

“Unsere Bildungslandschaft in Cottbus erfassen wir mit unterschiedlichen Methoden”, erklärt Christin Guttke, Referentin für analog-digital vernetzte Bildungslandschaften.

Daten, die uns die abgeschottete Statistikstelle aus Bereichen wie Schule, KiTa, Soziales oder Gesundheit liefert, verarbeiten und analysieren wir mit dem IT-Instrumentarium komBi. Dieses kommt auch bei externen Daten der Bundesagentur für Arbeit, des Landesamts für Versorgung und Gesundheit oder bei Daten aus der kommunalen Bildungsdatenbank zum Einsatz.

Doch nicht alle Aspekte lassen sich allein mit Zahlen erfassen. Um bestimmte Perspektiven sichtbar zu machen – etwa die Erfahrungen und Einschätzungen von Akteuren vor Ort – setzt das Bildungsbüro gezielt auf eigene qualitative Erhebungen. In der Vergangenheit führte das Team bereits Interviews mit pädagogischen Fachkräften sowie Bürger*innenbefragungen im Rahmen von Stadtteilfesten durch. Diese Erfahrungen bildeten eine wichtige Grundlage für die qualitative Interviewstudie zur kulturellen Bildung.

 “Wir haben zu Beginn unserer Arbeit im Bildungsbüro schnell festgestellt, dass es zur non-formalen kulturellen Bildungslandschaft in Cottbus noch keine klare Datenlage gab”, erläutert Karolina Hettchen, die als Referentin für lebenslanges Lernen gemeinsam mit Christin Guttke für die Erfassung der kommunalen kulturellen Bildung verantwortlich ist. Vor diesem Hintergrund fiel 2023 der Entschluss, diese Informationslücke mithilfe leitfadengestützter Interviews zu schließen:

Da wir komplexe Zusammenhänge und Entwicklungen in dieser kulturellen Bildungslandschaft aufdecken wollten, bot sich die qualitative Form der Datenerhebung anhand von Leitfadeninterviews an – sie war der ideale ‚Türöffner‘ zu unseren Partnern in der kulturellen Bildung und bezog die Akteure von Beginn an mit ein.

So hat das Bildungsbüro die Daten erhoben und ausgewertet

Die Erhebung startete mit Interviewpartner*innen aus kommunalen Einrichtungen der kulturellen Bildung (u. a. Mitarbeitende von Museen, Theatern sowie Kultur- und Bildungszentren der Stadt Cottbus) und wurde im Verlauf um weitere Stakeholder erweitert. Die Kontaktaufnahme erfolgte per E-Mail und in enger Abstimmung mit dem Kulturreferat. Die halbstrukturierten leitfadengestützten Interviews mit den Befragten wurden vor Ort in den jeweiligen Einrichtungen geführt, dauerten jeweils ein bis zwei Stunden und wurden protokolliert. In Anlehnung an Methoden der qualitativen Inhaltsanalyse (Mayring 1994) wurden die Antworten der Befragten zu fünf Kategorien zusammengefasst:

  • Rahmenbedingungen (z. B. fehlende Räumlichkeiten, finanzielle Unterstützung)
  • Zielgruppen (z. B. Ansprache sozial Benachteiligter)
  • Personal (z. B. Vergütung, Mehrsprachigkeit, Vereinbarkeit von Familie und Beruf)
  • Zusammenarbeit (z. B. Zugang zu Schulen, Austauschmöglichkeiten)
  • Angebote (z. B. Übersicht, fachübergreifende Angebote)

Diese ließen sich zudem danach sortieren, ob sie eher allgemein oder konkret formuliert wurden und ob sie eher kollektive oder individuelle Herausforderungen ansprechen. Diese Verortung der Kategorien ist in Abbildung 1 zusammenfassend dargestellt.

Den Leitfaden des Experteninterviews können Sie hier herunterladen:

Download Leitfaden Experteninterviews

Die Arbeit ist mit dem Abschluss der qualitativen Datenerhebung im April 2024 jedoch noch keinesfalls beendet: Die Ergebnisse der Erhebung dienen im Sinne eines Mixed-Methods-Ansatzes, also einer Kombination qualitativer und quantitativer Methoden, als Grundlage für die Erstellung standortbezogener Indikatorensets, die in Zukunft eine gezielte quantitative Erhebung im Bereich der kulturellen Bildung ermöglichen sollen. Aktuell (Stand: April 2025) befindet sich dieses Indikatorenset in Vorbereitung und wird mit dem Kulturreferat der Stadt Cottbus sowie der Regionalen Entwicklungsagentur für kommunales Bildungsmanagement Brandenburg abgestimmt. Auch erste Erfahrungen aus der Erstellung des Stadtteilreports Schmellwitz fließen in diese Vorbereitungen mit ein. Der Plan ist, die Entwicklung des Indikatorensets im Jahr 2025 abzuschließen, sodass in den Jahren 2026/2027 die quantitative Erhebung und die Erstellung des Bildungsberichts erfolgen können.

Was hat das Bildungsbüro aus dem Projekt gelernt?

Die Datenerfassung mit den Akteuren und für die Akteure der kulturellen Bildung kann eine heikle Angelegenheit sein – nicht immer werden die eigenen Karten bereitwillig offengelegt. Daher hat das Bildungsbüro Cottbus sehr gute Erfahrungen mit dem Instrument des leitfadengestützten qualitativen Interviews gemacht: “Wir haben eine konkrete Kontaktperson, der wir den Mehrwert unseres Vorhabens aufzeigen können und bei der wir Zeit und Initiative für den Vertrauensaufbau investieren”, erklären Christin Guttke und Karolina Hettchen.

Zudem bietet das Vorgehen Spielräume, auf Themen der Befragten einzugehen, sodass es nicht zu einem strikten ‚Abarbeiten‘ der vorbereiteten Fragen kommt.

Im Anschluss an die Erhebung hat das Bildungsbüro die herausgearbeiteten Kategorien im Detail beschrieben, eine Zusammenfassung der Herausforderungen erstellt und die Planung der anschließenden quantitativen Datenerhebung mittels passgenauer Indikatoren auf den Weg gebracht. Die Erkenntnisse, die mit Hilfe der qualitativen Interviews gewonnen wurden, stellen folglich die Basis für das weitere Vorgehen dar und bieten konkrete Anknüpfungspunkte statt bloßer Vermutungen.

Ergebnisse in Aktion: Entwicklung eines Bildungsangebotskatalogs und vertiefende Erhebungen

Ein solcher Anknüpfungspunkt war die Identifikation zentraler Problemlagen und das daraus hervorgegangene Projekt eines Überblickskatalogs mit Bildungsangeboten für Schulen, KiTas und pädagogische Fachkräfte. In der qualitativen Erhebung kristallisierten sich u.a. folgende Problemlagen heraus:

  • fehlende personelle, finanzielle und räumliche Ressourcen
  • lange Wartezeiten bei der Nutzung von Gruppenangeboten
  • ein erschwerter Zugang zu Schulen, der häufig auf persönliche Kontakte angewiesen ist 

Darüber hinaus wurde deutlich, dass sozial benachteiligte Zielgruppen schwer zu erreichen und bestehende Angebote nicht ausreichend auf deren Bedürfnisse abgestimmt sind. Besonders betont wurde der Mangel an einer strukturierten Übersicht über non-formale Bildungsangebote in der Stadt.

Um diese Herausforderungen gezielt anzugehen, wurden im Anschluss an die erste Erhebung weitere leitfadengestützte Interviews – diesmal mit pädagogischen Fachkräften aus verschiedenen Bildungseinrichtungen in Cottbus und dem Landkreis Spree-Neiße – durchgeführt.

Den Leitfaden zu diesen Interviews können Sie hier herunterladen:

Download Interview-Leitfaden pädagodische Fachkräfte

Ziel war es zum einen, die Anforderungen an einen nutzerfreundlichen Angebotskatalog zu konkretisieren, zum anderen Einblicke in die Nutzung außerschulischer Lernorte aus Sicht der pädagogischen Praxis ermöglichen. Die befragten Fachkräfte befürworteten die Erstellung eines Katalogs, der Zeit bei der Recherche spart, Planungen erleichtert und auch weniger bekannte Angebote sichtbar macht. Als zentrale Anforderungen wurden eine analoge und digitale Verfügbarkeit, die übersichtliche Gestaltung, prägnante Texte sowie eine klare Gliederung nach Zielgruppen, Themen, Dauer, Kosten und Ansprechpartner*innen benannt.

Auf Grundlage dieser qualitativen Befunde entwickelte das Bildungsbüro den Angebotskatalog „Vitamin B – Bildungsangebote für Schulen, KiTas und pädagogische Fachkräfte“, der seit September 2024 sowohl gedruckt als auch als PDF auf der Webseite der Stadt Cottbus verfügbar ist. Ziel des Katalogs ist es, die Vielfalt außerschulischer Bildungsangebote sichtbar zu machen, ihre Nutzung zu erleichtern und Kooperationen zu fördern. 

Abbildung 2: Leitfadengestützte Interviews zur kulturellen Bildung in der Stadt Cottbus - von der ersten Erhebung zu einem optimierten Angebotskatalog.

Die Ergebnisse beider qualitativer Erhebungen flossen unmittelbar in die Konzeption ein. Der Katalog bietet nun eine strukturierte Übersicht zu Angeboten aus den Bereichen Kunst, Theater & Musik, politische und historische Bildung, Umweltbildung, Gesundheitsförderung, Sprachbildung, Medienbildung sowie fachübergreifende Formate. Durch die erhöhte Transparenz und Sichtbarkeit der Angebote sollen Nutzungsbarrieren abgebaut, Synergien gefördert und eine gleichmäßigere Auslastung der Angebote unterstützt werden.

Zusammenfassend war das qualitative Leitfadeninterview mit den Akteuren der kulturellen Bildung für die Stadt Cottbus das ideale Instrument, um das Feld der kulturellen Bildung akteurszentriert zu erfassen und darauf aufbauend weitere qualitative und quantitative Erhebungen anzuschließen.

Instrumente zur Erhebung kultureller Bildung gezielt weiterentwickeln – Ein Gespräch mit Dr. Birte Werner

Wie können Kommunen ihre methodischen Instrumente wie Leitfadeninterviews gezielt weiterentwickeln und ergänzen, um wertvolle Erkenntnisse über ihre kulturelle Bildungslandschaft zu gewinnen? Dies erläutert Dr. Birte Werner, Leiterin des Zentrums für Kulturelle Teilhabe Baden-Württemberg im Gespräch mit der KOSMO.

Welche Fragen sollten Kommunen ganz grundsätzlich beachten, wenn sie Informationen zur kulturellen Bildung erheben wollen?

Sie sollten sich zunächst fragen, was das inhaltliche Ziel der Erhebung ist und welche Ressourcen hierfür zur Verfügung stehen. Wenn Sie Interviews mit Akteur*innen der kulturellen Bildung durchführen, möchten Sie dann zum Beispiel Maßnahmen, ggf. auch Fördermaßnahmen daraus ableiten? Oder steht eher das Generieren von Themen, zum Beispiel für Fachvernetzungstreffen im Vordergrund? Wenn Sie, wie in Cottbus, das Thema der kulturellen Bildung mit dem Thema Fachkräftesicherung verbinden wollen, dann sollten in den Interviews zum Beispiel auch Informationen dazu gesammelt werden, welchen Bedarf es an beruflicher Weiterbildung der Fachkräfte gibt.

Dem Cottbuser Bildungsbüro war unter anderem das Thema der Vernetzung verschiedener Akteure der kulturellen Bildung besonders wichtig. Worauf sollten Kommunen Ihrer Meinung nach bei diesem Thema achten?

Wer sich vernetzen will, sollte sich die eigene Rolle bewusst machen: Welche Rolle wollen und können Sie als Bildungsbüro bei der Vernetzung spielen? Welche Haltung haben Sie zum Thema, und welche Ressourcen und Kompetenzen, zum Beispiel zum Thema Moderation, bringen Sie und Ihr Team mit? Stellen Sie sich auch die Frage, wie die Bildungsakteur*innen Sie bisher wahrgenommen haben, und ob sich mit der Fokussierung des Vernetzungsthemas diese Rolle eventuell ändert.

Sofern Sie die Entwicklung eines Leitbilds zur kulturellen Bildung planen, sollte das Leitbild gemeinsam mit den Akteur*innen der kulturellen Bildung entwickelt werden – das spiegelt eine gut geplante und ausgeführte Vernetzung unmittelbar wider.

Genauso wichtig ist es, Informationen über Kooperationen und Netzwerke bei den Kulturakteur*innen einzuholen. Fragen Sie die Akteur*innen, was ihre Einrichtung für andere attraktiv macht und welche Ressourcen sie einbringen können.

Und welche Differenzierungen lassen sich bei Fragen zum Thema Personal noch vornehmen?

Neben den Aufgabenbereichen des Personals, der Art der Anstellung oder den Qualifikationen können Sie die Akteur*innen der kulturellen Bildung hier zum Beispiel fragen, ob es für bestimmte Aufgabenbereiche auch Abteilungen gibt oder wie sich Vollzeit- und Teilzeitstellen genau verteilen. Wenn Sie die Leitung einer Kultureinrichtung befragen, dann lohnt sich die Frage, welchen Stellenwert kulturelle Bildung in der Einrichtung einnimmt. Mit dieser Frage hängt eng zusammen, ob es ein Leitbild gibt und ob für spezifische Maßnahmen der kulturellen Bildung personelle Ressourcen eingeplant sind.

Eine Kategorie, die sich bei den Interviews des Cottbuser Bildungsbüros herausgebildet hat, ist das Thema Zielgruppen. Welche Fragen sollten Kommunen hier stellen?

Auch wenn man Zielgruppen mit dem jeweiligen Erhebungsinstrument nicht direkt befragen kann, zum Beispiel, wenn es sich um qualitative Interviews mit Akteur*innen der kulturellen Bildung handelt, müssen diese Fragen nicht unter den Tisch fallen.

Fragen Sie die Akteur*innen gezielt, ob sie wissen, wen sie mit ihren Angeboten erreichen, wen sie nicht erreichen und wen sie ganz grundsätzlich eigentlich erreichen wollen. Dadurch lassen sich bereits viele Informationen zum Thema generieren.

Nun haben wir über die Rahmenbedingungen für kulturelle Bildung gesprochen, doch mindestens genauso wichtig ist das Angebot kultureller Bildung. Welche Informationen zu diesem Angebot können Kommunen helfen, die gleiche Zugangschancen fördern wollen?

Als Kommune können Sie die Kultureinrichtungen gezielt dazu befragen, welche Formen und Formate sie für kulturelle Bildungsprozesse anbieten und ob diese Angebote für alle Etappen im lebenslangen Lernen gedacht und für die verschiedenen Altersgruppen entsprechend ausdifferenziert sind. Auch interessant ist die Information, wer das Angebot konzipiert und ob auch Zielgruppen daran mitwirken. Sofern das Angebot evaluiert wird, fragen Sie auch danach, was die Parameter der Evaluation sind. Häufig geht es um Auslastung und Besucher*innenzahlen, doch bei manchen Angeboten, zum Beispiel bei der Mitarbeit eines Kinderbeirats im Museum, steht eher Qualität statt Quantität im Fokus. Daher sollte der Aspekt der Langfristigkeit, des nachhaltigen Wirkens bei Fragen zum Angebot nicht zu kurz kommen.

Vielen Dank für das interessante Interview, Frau Dr. Werner!


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Dieses Vorhaben wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.