Wie Kommunen an statistische Daten gelangen
Auf dieser Seite werden die auf den Seiten Akteure und Angebote sowie Bildungsbeteiligung und Wirkungen erwähnten Datenquellen im Einzelnen samt der entsprechenden Zugangsmodalitäten für Kommunen vorgestellt (Stand: November 2023).
Die halbamtliche Statistik der deutschen Volkshochschulen wird vom Deutschen Institut für Erwachsenenbildung (DIE) erstellt und deckt nahezu 100 Prozent der an den Volkshochschulen erhobenen Daten ab. Tabellen zu den auf den Unterseiten dargestellten Indikatoren bzw. Kennzahlen sind frei verfügbar und können auf der Ebene der Bundesländer heruntergeladen werden. Aufbereitete Daten auf der Kreis- bzw. Einrichtungsebene können Volkshochschulen vom DIE auf Anfrage nur für ihre jeweilige Einrichtung und angereichert mit Vergleichsdaten auf Bundes- bzw. Landesebene gegen eine geringe Gebühr erhalten.
Die Statistik zur Förderung der beruflichen Weiterbildung wird von der Bundesagentur für Arbeit monatlich zur Verfügung gestellt. Die Wartezeit beträgt drei Monate, d. h., dass z. B. die Monatsdaten aus dem Januar ab dem Mai erhältlich sind, die aus dem Februar ab Juni etc. Die Tabellen sind frei verfügbar, enthalten neben Teilnehmerzahlen auch inhaltliche Differenzierungen nach Aus- und Weiterbildungszielen (z. B. Schauspiel, Tanz und Bewegungskunst) und können bis zur Ebene der Bundesländer heruntergeladen werden. Um Daten auf der Ebene der Kreise und kreisfreien Städte zu erhalten, können Kommunen eine entsprechende Anfrage an die Statistikabteilung der Bundesagentur bzw. die jeweiligen regionalen Statistikservices stellen. Abhängig vom Verwendungszweck kann zur Bearbeitung der Anfrage ggf. auf die Erhebung eines Entgelts verzichtet werden. Um Beteiligungsquoten (Anteil der Arbeitslosen in Weiterbildungsmaßnahmen) zu berechnen, ist die Kombination der Daten mit der Arbeitsmarktstatistik erforderlich.
Die Beschäftigtenstatistik wird von der Bundesagentur für Arbeit quartalsweise mit Monatsdaten aktualisiert. Die Wartezeit beträgt sechs Monate. Die Tabellen sind frei verfügbar und können auf Bundesland- und Kreisebene heruntergeladen werden. Es gilt eine Mindestfallzahl von 40.
Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) stellt halbjährlich Daten zu den auf den Unterseiten genannten Kennzahlen bereit. Die Tabellen sind frei verfügbar und können direkt auf der Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte heruntergeladen werden.
Die Hochschulstatistik wird vom Statistischen Bundesamt erstellt und umfasst die nichtmonetären Statistiken des Hochschulwesens, also die Statistiken, die nicht die Finanzierung der Hochschulen betreffen (z. B. Studierenden- und Prüfungsstatistik). Sie wird semesterweise bzw. jährlich bereitgestellt und ist frei verfügbar. Um Daten aus der Studierendenstatistik auf der Ebene der einzelnen Hochschulen und zu den einzelnen Studienfächern zu erhalten, ist eine kostenpflichtige Sonderauswertung erforderlich. Die Kosten pro Semester beginnen hier bei 500 Euro und sind von der Auswahl und Anzahl der weiteren Merkmale (z. B. Staatsangehörigkeit) abhängig (Stand: November 2023).
Die Deutsche Bibliotheksstatistik dokumentiert die Arbeiten der öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliotheken und stellt Daten in den Bereichen Ausstattung, Bestand, Entleihungen, Ausgaben, Finanzen und Personal bereit. Für die Durchführung und Auswertung sowie die technische und redaktionelle Betreuung ist das Hochschulbibliothekszentrum des Landes Nordrhein-Westfalen (hbz) zuständig. Die oben aufgeführten Statistiken können auf den Webseiten des Angebots nach bestimmten Kriterien (z. B. Bibliothekstyp oder räumliche Gliederungsebene) gefiltert werden und sind in verschiedenen Tabellenformaten auch bis zur Ebene der Gemeinden bzw. der einzelnen Institutionen frei zum Download verfügbar.
Die Daten des Verbands deutscher Musikschulen (VdM) werden jährlich als „Statistischer Jahresbericht des VdM“ veröffentlicht. Um Datensätze im Tabellenformat und auf der Kreis- bzw. Einrichtungsebene zu erhalten, können sich Kommunen – sofern sie Träger der jeweiligen Musikschule als Mitglied im VdM sind – an die Einrichtung selbst wenden, da diese einen standardisierten Berichtsbogen an den VdM liefert. Alternativ ist auch der direkte Kontakt zum VdM möglich, der die entsprechenden Daten unter der Voraussetzung der VdM-Mitgliedschaft an die anfragende kommunale Stelle (z. B. das Bildungsbüro) weitergibt. Für VdM-Mitgliedskommunen sind auch detaillierte Spezialauswertungen im Rahmen von Einzelanfragen grundsätzlich kostenfrei.
Bei der Kinder- und Jugendhilfestatistik handelt es sich um eine bundesweit einheitliche amtliche Statistik, die verschiedene Teilbereiche umfasst. Die aufgeführten Indikatoren bzw. Kennzahlen sind in den Teilen II und IV der Statistik enthalten. Darüber hinaus enthält Teil II auch eine Differenzierung der Angebote der Kinder- und Jugendarbeit nach Themenschwerpunkten, sodass hier konkrete Angebote der politischen und kulturellen Bildung analysiert werden können. Informationen zu den Daten werden vom Forschungsdatenzentrum der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder bereitgestellt. Zwar sind Datensatzbeschreibungen und Erhebungsbögen frei zugänglich, um jedoch Datentabellen auf kommunaler Ebene zu erhalten, müssen Kommunen entsprechende Sonderauswertungen mit möglichst konkret formuliertem Auswertungswunsch (bezüglich Merkmale, Zeithorizont etc.) bei ihrem jeweils zuständigen Statistischen Landesamt anfragen (sofern diese nicht auf den entsprechenden Datenportalen der Landesämter verfügbar sind).
Der Bundesverband der Theater und Orchester (Deutscher Bühnenverein) gibt mit seiner jährlich erscheinenden Theaterstatistik einen Überblick zu den wichtigsten Daten der Theater, Orchester und Festspielunternehmen heraus. Da jeder Betrieb mit Angaben zu Veranstaltungen, Besuchern, Personal, Einnahmen, Ausgaben und Preisen erfasst ist, können die oben genannten Kennzahlen auf Einrichtungs- bzw. Gemeindeebene analysiert werden. Frei verfügbar sind die jeweils aktuellen Jahresdaten allerdings lediglich im Berichtsformat (PDF). Auf Anfrage können Kommunen auch Berichte zurückliegender Jahre bis zur Spielzeit 2010/2011 erhalten (Stand: November 2023).
Das Institut für Museumsforschung führt jährliche statistische Erhebungen seit 1981 durch, die u. a. Besuchszahlen, Öffnungszeiten und Eintrittspreise umfassen. Die auf den Unterseiten aufgeführten Kennzahlen und weitere Daten werden in der Publikationsreihe „Zahlen und Materialien aus dem Institut für Museumsforschung“ präsentiert. Diese ist frei als PDF-Datei herunterladbar und umfasst auch Differenzierungen nach Bundesländern und Gemeindegrößenklassen. Je nach Bedarf zugeschnittene Daten auf Kreis- und Gemeindeebene können Kommunen mittels formloser Anfrage an das Institut für Museumsforschung erhalten.
Neben dem Bezug von Daten aus diesen Angeboten kann das Bildungsmonitoring spezielle Statistiken von in der Kommune ansässigen bzw. in kommunaler Trägerschaft befindlichen kulturellen Einrichtungen (Museen, Theatern, Musikschulen etc.) auch gezielt bei diesen Einrichtungen selbst anfragen. Für weitere Daten kommen außerdem ggf. Statistiken politischer Parteien, Stiftungen oder Verbände sowie Verbandsstudien zu Aktivitäten in Sportvereinen infrage.
Ansprechpartner
Dr. André Förster
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Standort Potsdam
kobra.net, Kooperation in Brandenburg, gemeinnützige GmbH
Benzstr. 8/9, 14482 Potsdam
Ansprechpartner:
Tim Siepke, Leitung
0331 / 2378 5331
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Standort Trier
Kommunales Bildungsmanagement Rheinland-Pfalz - Saarland e.V.
Domfreihof 1a | 54290 Trier
Ansprechpartner:
Dr. Tobias Danz, Leitung
0651 / 4627 8443
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Dieses Vorhaben wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.